…mit Ende der Spielzeit 2006/2007 hat nahezu das gesamte künstlerische Ensemble sowie langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Toihaus, das Theater am Mirabellplatz verlassen. Dieser Entscheidung sind über einen längeren Zeitraum erhebliche Differenzen mit der Theaterleitung in Bezug auf betriebliche Struktur und künstlerische Zusammenarbeit vorangegangen. Diskrepanzen, die sich auch durch den verantwortlichen Vorstand des Theaters gezogen haben. Letztlich eine Pattsituation innerhalb dieser Entscheidungsinstanz.
Die nach innen sehr problematische und angespannte Situation stand allerdings diametral dem öffentlichen Bild nach außen gegenüber, den Erfolgen des Theaters und seines Ensembles. Mit Beginn des Jahres initiierte eben dieses Ensemble einen letzten Versuch: gleichsam eine „Entknüpfungsaktion gordischer Verknotungen“. Es wurde die gemeinschaftliche Lösung der Konflikte mit allen Beteiligten des Hauses eingefordert und verhandelt.
Wozu ein Dach über dem Kopf, wenn man den Hut nimmt ...!
Das Ensemble wird seine gemeinsame künstlerische Arbeit und Entwicklung auch weiterhin fortsetzen, wenngleich außerhalb einer gegebenen Theaterinstitution. Aber dennoch im Reisegepäck: kollektive Arbeitsweise und Kontinuität an gemeinschaftlicher künstlerischer Entwicklung. Weiterhin werden in die Theaterarbeiten des Ensembles die Kunstdisziplinen Schauspiel, Tanz, Musik und bildende Kunst konzeptionell zusammengedacht und poetisch ästhetisch verschränkt. Bildhaft gesprochen für die neue Situation ohne Institution: Das Ensemble nimmt einen „Farbwechsel“ vor - von schwarz auf weiß, ein Wechsel von
Blackbox auf White Cube und ...
... raus aus Theaterräumen, rein in Lebensräume ...!
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